Page 12 - Essen.Informiert Ausgabe April 2025
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              Essen.Informiert           Fraktionen und Gruppen                                                        April 2025




       Zukunft der                             Intaktes Fußwegenetz für                 EBB-FW fordert Revision
       Essener City                            eine sichere Innenstadt                  im Vergleich mit DUH


        Der seit Jahren feststellbare Niedergang unse-  Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen hat    Das Essener Bürger Bündnis - Freie Wähler
       rer Innenstadt und die sich daraus ergebenden   den Modal Split als Gesamtkonzept zwar abge-  (EBB-FW) kritisiert die unverhältnismäßigen
       notwendigen Gegenmaßnahmen sind seit ge-  lehnt, setzt sich jedoch ausdrücklich für ein in-  Maßnahmen der Stadtverwaltung im Zuge des
       raumer Zeit ein viel diskutiertes Thema in der   taktes Fußwegenetz ein. Vor allem fußgänger-  Vergleichs mit der Deutschen Umwelthilfe
       Stadtpolitik. Die im Vordergrund stehenden   freundliche Wege sind ein zentraler Baustein   (DUH).
       Fragen lauten: Was wird in der City angebo-  einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur in
       ten? Wer wird sich dort aufhalten? Wie gestal-  Kommunen und sie tragen maßgeblich zu einer     Die Umsetzung des Vergleichs hat weitrei-
       tet man die optische Aufwertung?        lebenswerten Stadt bei - auch in Essen.                  chende Einschränkungen
                                                                                                        für den Autoverkehr und
                               Bei der sicherlich     „Ein gut ausgebautes und sicheres Fußwege-        das städtische Leben mit
                             schwierigen Lösung   netz ist deswegen für alle Bürgerinnen und            sich gebracht. Maßnahmen
                             aller Problemstel-  Bürger Essens von sehr großer Bedeutung –              wie unvorteilhafte ver-
                             lungen steht und   unabhängig von der politischen Debatte um               kehrslenkende Maßnah-
                             fällt eine erfolgrei-  den Modal Split“, erklärt Hans-Peter Schöne-        men und eine künstliche
                             che Umgestaltung   weiß, Fraktionsvorsitzender der Essener Libera-         Verknappung von Parkflä-
       der City grundlegend mit der Akzeptanz der                  len.                 chen führen zu erheblichen Nachteilen für
       Bürger. Auch wenn es die Einkaufsstadt in ihrer                                  Bürger, Pendler und Gewerbetreibende.
       früheren Form nicht mehr geben wird, so er-                 „Besonders ältere      „Die Stadt hat sich mit diesem Vergleich weit
       wartet man auch weiterhin das Angebot von                   Menschen, Familien   über das hinaus verpflichtet, was notwendig
       Einkaufsmöglichkeiten.                                      mit Kindern und mobi-  und zielführend gewesen wäre.
         Bei einer beabsichtigten Ausweitung des                   litätseingeschränkte     Die Vielzahl an Einschränkungen führt zu
       Wohnangebotes in der City werden die An-                    Personen sind auf bar-  massiven Nachteilen für Anwohner, Geschäfts-
       strengungen besonders groß sein müssen, um                  rierefreie und gut be-  leute und den Wirtschaftsverkehr“, kritisiert
       das Wohnen in einem dichten Häusermeer   leuchtete Gehwege angewiesen.“          Fraktionsvorsitzender Kai Hemsteeg. „Es ist an
       durch ein entsprechendes Ambiente annehm-                                        der Zeit, klare Grenzen zu setzen und Maßnah-
       bar und attraktiv zu machen.              Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen for-  men, die längst erfüllt sind oder ihren Zweck
         Maßnahmen zur optischen Aufwertung, wie   dert daher verstärkte Investitionen in die Sa-  nicht erfüllen, auch o ziell als erledigt zu er-
       aktuell in einem Planungsentwurf vorgestellt,   nierung von Bürgersteigen.       klären.“
       sind von wesentlicher Bedeutung für ein ver-                                       Eine aktuelle Umfrage der IHK zeige, dass der
       bessertes Wohlfühlempfinden und für die Auf-    Vor allem Stolperfallen durch beschädigte   Bürgerwunsch eindeutig sei. 43 Prozent der
       enthaltsqualität.                       oder fehlende Gehwegplatten, unübersichtliche   Befragten äußerten den Wunsch nach mehr
         Bei sämtlichen Aktivitäten zur erfolgreichen   Kreuzungsführungen und unzureichende Be-  Parkplätzen in der Innenstadt, was die Dring-
       Verbesserung der Innenstadt besteht allerdings   leuchtung müssen dringend beseitigt werden.   lichkeit dieser Problematik unterstreicht. Zu-
       der dringende Bedarf von flankierenden Maß-  Dies trägt nicht nur zur Sicherheit der Fußgän-  dem lehnen 37 Prozent der Bürger den Umbau
       nahmen, bei denen Sicherheit und Sauberkeit   ger bei, sondern erhöht auch die Attraktivität   der Innenstadt zu einer autoärmeren Zone ab.
       an oberster Stelle stehen.  Das Thema Sauber-  der Stadtteile.                   Die Stadt sollte hier dringend mit den Kaufleu-
       keit könnte man bei entsprechendem Aufwand                                       ten in der Innenstadt in den Dialog treten.
       hinbekommen, obgleich die geplanten bauli-    „Auch wenn wir den Modal Split als Konzept     „Die Bürger haben ein Recht auf eine Innen-
       chen Verbesserungen den Reinigungsbedarf   kritisch sehen, ist uns bewusst, dass eine mo-  stadt, die für alle Verkehrsteilnehmer attraktiv
       nochmals steigern würden.               derne und nachhaltige Verkehrspolitik ohne si-  bleibt. Dazu gehört auch eine ausreichende
         Beim Thema Sicherheit wird die Sache schon   chere Fußwege nicht funktioniert. Deshalb set-  Anzahl an Parkplätzen, am besten zu deutlich
       schwieriger. Viele Bürger unserer Stadt meiden   zen wir uns entschieden für eine Verbesserung   niedrigeren Preisen als aktuell. Die künstliche
       zwischenzeitlich besonders aus diesem Grund   der Gehwege in Essen ein“, so Schöneweiß wei-  Verknappung von Stellflächen schadet Handel,
       die City. Die besonders in den Abendstunden   ter.                               Gastronomie und dem gesamten Wirtschaftsle-
       bedrohlich wirkende Szenerie am Hauptbahn-                                       ben in Essen“, so Hemsteeg weiter. Das EBB-FW
       hof oder dem Drogenhandel in der Stadt, ge-    „Die FDP-Fraktion wird sich im Rat der Stadt   fordert die Stadtverwaltung auf, endlich für
       prägt von der au allenden Beteiligung von Mi-  Essen weiterhin dafür einsetzen, dass die Stadt   Klarheit im Umgang mit der DUH zu sorgen
       granten, wirken                         ihre Verantwor-                          und überzogene
       auf viele Stadtbe-                      tung wahrnimmt                           Einschränkungen
       sucher beängsti-                        und deswegen ein                         auf den Prüfstand
       gend.                                   umfassendes Sa-                          zu stellen. Gleich-
         Sollte man diese                      nierungsprogramm                         zeitig muss eine
       Probleme aber                           für die Bürgerstei-                      Lösung gefunden
       nicht in den Gri                        ge in unserer Stadt                      werden, die den
       bekommen, wird                          zeitnah auf den                          Wunsch der Bürger
       die Innenstadt-                         Weg bringt“, kün-                        nach mehr Park-
       erneuerung auch                         digt der Vorsitzen-                      möglichkeiten in
       keinen Erfolg ha-  Vorsitzender der AfD-Fraktion:  de der FDP-Frakti-  Vorsitzender der FDP-Fraktion:  der Innenstadt be- Vorsitzender der EBB-Fraktion:
       ben.            Dr. Hermann Postert.    on an.          Hans-Peter Schöneweiß    rücksichtigt.   Kai Hemsteeg

        AfD-Fraktion im Rat der Stadt Essen     FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen      EBB-FW-Fraktion im Rat der Stadt Essen
        Telefon:  0201 84 07 81 43              Telefon:  0201 49 55 13-70               Telefon:  0201 2 44 99 9-0
        E-Mail:   kreis-essen@afd.nrw           E-Mail: info@fdp-fraktion-essen.de       E-Mail: info@ebb-fraktion.de
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