Page 9 - Essen.Informiert Ausgabe Dezember 2025, Januar 2026
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9 Politik und Verwaltung
Dezember/Januar 2025/2026 Essen.Informiert
Gelebte Demokratie: Neuer Stadtrat hat sich konstituiert
Im Fokus: CDU und SPD einigen sich auf Zusammenarbeit / Verteilung der Fachausschüsse geklärt
Mit der konstituierenden Ratssitzung hat am
4. November die neue Ratsperiode begonnen.
Im Vergleich zum vorherigen Rat gibt es weder
Überhang- noch Ausgleichsmandate. Damit
hat der neue Rat mit 82 Mitgliedern wieder
seinen eigentlichen Umfang.
Nach der Vereidigung des Oberbürgermeisters
verpflichtet Thomas Kufen selbst die Ratsmit-
glieder, ihre Aufgaben im Rahmen des Grund-
gesetzes und der Gesetze pflichtgemäß zu er-
füllen.
Mit Julia Jacob (CDU) und Julia Klewin (SPD)
stehen nach ihrer Wahl und der anschließen-
den Verpflichtung durch den OB die stellver-
tretenden Bürgermeisterinnen fest. Sie vertre-
ten die Stadt bei repräsentativen Aufgaben,
wenn der Oberbürgermeister sie nicht wahr-
nehmen kann. Gruppenbild mit den Altbürgermeistern sowie den neuen Bürgermeisterinnen der Stadt Essen (v.l.n.r.): Reinhard Paß, OB
Außerdem bestimmte der Rat, welche ge- Thomas Kufen, Julia Klewin, Julia Jacob, Franz-Josef Britz und Norbert Kleine-Möllhoff. Fotos (3): Moritz Leick, Stadt Essen
wählte Partei die Vorsitzenden für die einzel- liegende Wahlperiode nicht einfach werden eine notwendige Differenzierung bleiben echte
nen Fachausschüsse stellt. wird“, erklärt der Oberbürgermeister während Lösungen auf der Strecke.“ Der OB betont,
Die Ratssitzungen vom der konstituierenden Sitzung. Er verweist auf „dass Probleme beim Zusammenleben klar an-
4. und 19. November sind die Flüchtlingskrise 2015/2016, die Corona- gesprochen werden müssen, ohne zu pauscha-
unter dem QR-Code zu Pandemie oder den russischen Angriff auf die lisieren oder zu verharmlosen.“ Er wolle sein
finden. Ukraine. Er erinnert auch an den Angriff der Amt weiter mit Menschlichkeit, Empathie und
„Schon jetzt zeichnet Hamas auf Israel, die Handelskrise sowie die Respekt ausüben.
sich ab, dass die vor uns wirtschaftliche Lage im Land. Die Auswirkun- Die komplette Rede ist unter: www.essen.de
gen seien auch an Essen nicht vorübergegan- zu finden.
gen. „Für uns geht es darum, dass
wir uns den Herausforderungen
stellen, mit denen wir als Stadt-
gesellschaft umgehen müssen“,
so der OB. Es gelte, die „Weichen
zu stellen, um auch in Zukunft in
einer freien, sicheren und sozia-
len Großstadt zu leben.“ Die
Menschen „wollen mit ihren An-
liegen ernst genommen werden.
Politik und Verwaltung sollen die
großen und kleinen Probleme un-
mittelbar vor der Haustür lösen!
Und das ohne ideologische
Scheuklappen oder Show-Effek-
Oberbürgermeister Thomas Kufen legt erneut den Amtseid te. Statt Empörungsspirale emp- Oberbürgermeister Thomas Kufen verpflichtet die beiden neuen Bürgermeiste-
ab. fehle ich Sachlichkeit. Ohne rinnen Julia Jacob und Julia Klewin (v.l.).
Im neuen Rat der Stadt Essen sitzen zwölf Parteien
Neu dabei: BSW und VOLT / Nach Zusammenschluss: Zwei neue Gruppen und eine neue Fraktion
Der Essener Rat ist nach der Kommunalwahl men, haben sich be-
bunter geworden: Mit dem Bündnis Sahra Wa- reits zu einer ge-
genknecht (BSW) und Volt (angelehnt an die meinsamen Fraktion
Stromspannung) steigt die Anzahl der Parteien zusammengeschlos-
auf zwölf an. Sie teilen sich 82 Mandate. sen.
Dazu kommt als stimmberechtigtes Mitglied Eine gemeinsame
noch der Oberbürgermeister. Gruppe bilden außer-
Die beiden stärksten Parteien, CDU (25 Sitze) dem BSW und Tier-
und SPD (19 Sitze), verfügen mit 44 Sitzen schutzpartei sowie
(plus OB) über die absolute Mehrheit im Rat der Volt und Die PARTEI.
Stadt Essen. Beide Parteien kündigten bereits Licht Essen stellt ei-
eine enge Zusammenarbeit an. nen Einzelvertreter
EBB/FW und FDP, allein mit jeweils zwei Stim- im neuen Rat. Mit 44 von 82 Sitzen verfügen CDU und SPD mit der Stimme des OB über die absolute Mehr-
Grafik: Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen, Stadt Essen
heit im neuen Rat.

