Page 6 - Essen.Informiert Ausgabe April 2026
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              Essen.Informiert                           Aktuelles                                                     April 2026




       Geoshop: Stadt Essen erweitert digitalen Service


       Über 4.000 Anfragen im Jahr händisch bearbeitet und versendet / 1.000 digitale Anforderungen
        Es ist ein warmer Samstag im März. Zusam-  kommen, um benötigte Daten
       men mit Freunden sitzt Dirk R. in einem Esse-  zu erhalten. Die Nutzenden
       ner Biergarten. Das Essen schmeckt, als ihm   erkennen selbst sofort, was
       plötzlich einfällt: „Mist, ich habe vergessen, die   sie brauchen, und bekommen
       Flurkarte für das Finanzierungsgespräch unse-  die Daten fast in Echtzeit.“
       rer Wohnung am Montag zu besorgen.“ Ein   Außerdem ist die elektroni-
       letzter Blick auf seine Mails bestätigt seinen   sche Übermittlung mit 15
       Verdacht. „Bleib ruhig“, sagt sein Tischnachbar.   Euro halb so teuer wie die
       „Gib mal Geoshop Essen im Netz ein. So, und   manuelle Bearbeitung. „Diese
       jetzt trag da deine Straße und die Hausnum-  bieten wir weiterhin an.“
       mer rein“, und zeigt auf den Kasten über der     Authentifizierte Personen,
       Stadtkarte. „Und schon findest du in dem   die ein berechtigtes Interesse
       Suchviereck die Flurstücknummer. Jetzt kannst   nachweisen, erhalten, kosten-
       du dir noch aussuchen, wie groß du die Karte   pflichtig wie bisher, auf die-
       haben willst. Ich würde ja DIN A4 im Querfor-  sem Weg auch Registerauszü-
       mat wählen. Dann ab damit in den Warenkorb,   ge, die Eigentümerinformati-
       Rechnungsanschrift angeben und per PayPal   onen erhalten. „Seit Beginn   Jonas Weßkamp, Andreas Schulz, Leiter der Abteilung Liegenschaftskataster, und Ju-
                                                                        lius Senger (v.l.) haben die Einführung des digitalen Service für die Geodaten voran-
       oder Kreditkarte zahlen.“               des Jahres haben schon 1.000  getrieben.                   Foto: Dirk-R. Heuer. Stadt Essen
             Jedes Jahr über 4.000             Interessierte das Angebot ge-            griff auf Bau- und Altlastendaten ermöglichen.
                                               nutzt“, erklärt Andreas Schulz.
            Anfragen zu Flurkarten               „Auf die Schnelle“ und kostenlos gibt es zum     „Der Geoshop ist auch für andere Produkte
                                               Download unter anderem einen aktuellen   aus den unterschiedlichsten Verwaltungsberei-
         „Über 4.000 Anfragen zu amtlichen Flurkar-  Stadtplan sowie zahlreiche historische Karten   chen einsetzbar“, betont Abteilungsleiter An-
       ten erhalten wir jedes Jahr“, erzählt Julius Sen-  von Essen, dem Altkreis Essen oder den einst   dreas Schulz. Das sei noch viel Luft nach oben.
       ger, Sachbearbeiter im Liegenschaftskataster   unabhängigen Gemeinden und Städten rund     Dirk R. aus dem Biergarten hatte so noch ei-
       der Stadt Essen. Zusammen mit Jonas Weß-  um Essen. ALKIS-Daten ohne Eigentümerinfos   nen entspannten Abend. Und seine Finanzie-
       kamp und Andreas Schulz, dem Leiter der Ab-  (NAS, DWG, DXF, SHP, GeoJSON, GeoTIFF) stellt   rung steht, dank Flurkarte, inzwischen eben-
       teilung Liegenschaftskataster, treibt er die Ent-  die Abteilung bis zu 1 km  kostenlos zum   falls.
       wicklung des Geoshops voran. „Die Bürgerin-  Download bereit. Bis spätestens Ende des Jah-    Die aktuellen Angebote des Geoshops sind
       nen und Bürger müssen nicht mehr zu uns   res wollen die Verantwortlichen auch den Zu-  unter: www.geoshop.essen.de zu sehen.


       Essen führt das 1.000                   Baumkronenbilanz fällt positiv aus
       Bäume-Programm weiter                   Stadt setzt auf die 3-30-300-Regel und Qualität

         Qualitativ hochwertige Bäume mit ausladen-
       den Kronen: Das erfreut nicht nur an heißen   Steigende Temperaturen, längere Trockenzei-  greifbar und messbar“, erklärt Simone Raskob,
       Sommertagen. „Mit dem 1.000-Bäume-Pro-  ten sowie Unwetterlagen „stressen“ die Essener   Dezernentin der Stadt Essen für Umwelt, Ver-
       gramm verfolgen wir das Ziel, den städtischen   Bäume. Je gesünder sie sind, desto besser kom-  kehr und Sport. „Ein leistungsfähiger Stadt-
       Baumbestand zu stärken, das Stadtklima zu   men sie mit dem Klimawandel zurecht.   baumbestand ist essenziell für Gesundheit, Kli-
       verbessern und die Aufenthalts- und Lebens-    Die Stadt Essen setzt deswegen auf Qualität   maresilienz und Lebensqualität unserer Bürge-
       qualität für die Menschen vor Ort nachhaltig   und die anerkannte 3-30-300-Regel. Das be-  rinnen und Bürger“, sagt die Dezernentin bei
       zu erhöhen“, sagt Simone Raskob. Sie ist De-  deutet, dass jede Person vom Wohnort 3 große   der Vorlage der jüngsten Baumbilanz.
       zernentin der Stadt Essen für Umwelt, Verkehr   Bäume sieht. 30 Prozent jedes Stadtviertels     Danach waren stadtweit rund 32 Prozent des
       und Sport. In der zweiten Pflanzphase des Pro-  sind durch Baumkronen beschattet. Und jeder   Stadtgebiets mit Baumkronen bedeckt (2022:
       gramms werden nun Bäume in 18 Parkanlagen,   Mensch soll nur 300 Meter vom nächsten öf-  30,7 Prozent). Der Gesamtbestand der städti-
       auf Grünflächen und Spielplätzen gepflanzt.   fentlichen Grün entfernt sein. „Die 3–30–300-  schen Bäume lag am 31. Dezember 2024 bei
       Zu den Standorten zählen unter anderem die   Regel macht die Bedeutung von Stadtbäumen   200.466. Im Vergleich zum Vorjahr zwar ein
       Grüne Mitte Essen, der Volksgarten Kray, der                                                Rückgang von 7.876 Bäumen. Der
       Grünzug Hörster Feld und die Grünanlage Wer-                                                Vergleich reiner Zahlen trügt al-
       dener Feintuchwerke. Auch Spielplätze wie am                                                lerdings. Natürliche Prozesse füh-
       Therbeckenring, an der Friedrich-Lange-Straße                                               ren dazu, dass sich Bestände über
       oder am Schloss Schellenberg erhalten neue                                                  Jahre hinweg entwickeln und
       Bäume.                                                                                      ausdünnen, aber gleichzeitig an
         Ziel ist es, Schatten, Abkühlung und ein ange-                                            Leistungsfähigkeit gewinnen. Ziel
       nehmeres Mikroklima zu schaffen. Dazu                                                       ist es, im Stadtgebiet eine echte
       pflanzt die Stadt klimaresiliente Baumarten                                                 Verbesserung der Baumqualität
       wie Magnolie, Amberbaum, Zelkovie, Schnur-                                                  zu erreichen. Neben einem
       baum, Lederhülsenbaum, Ahorn, Tulpenbaum,                                                   Baummonitoring helfen auch Bo-
       Taschentuchbaum, Zierkirsche und Zierbirne                                                  denfeuchtigkeitsmessungen im
       an. Diese Baumarten sind besonders gut an die                                               Wurzelbereich, um die Bäume zu
       veränderten Standortbedingungen in der Stadt                                                schützen.
       angepasst. Zugleich leisten sie einen wichtigen   Die Beschattung der Stadtfläche durch Baumkronen soll in den kommenden     Weitere Informationen gibt es
       Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt.  Jahren weiter verbessert werden.   Foto: Georg Lukas  unter: www.essen.de.
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