Page 61 - EMG Stadtmagazin Sommer 2026
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ZU HAUSE IN ESSEN




          neben dem Stadion war schon immer prä-                               An diesem regnerischen Samstag im März
          destiniert, um hier noch ’ne Bratwurst zu es-                        ist die Stimmung ausgelassen und friedlich.
          sen und ein paar Stauder zu trinken. Und um                          Am lautesten ist das Klimpern der Bierfla-
          über RWE zu fachsimpeln. „Die verkacken                              schen zu hören, die artig vor dem Gang zum
          dat noch“, hört man aus einer Ecke. „Nee,                            Stadion in die zahlreich herumstehenden
          dies‘ Jahr packen die dat“, folgt die Antwort                        Kisten gestellt werden. Wir fragen Michael,
          ohne  Umschweife.  Nur  wenige  Meter  wei-                          Thomas und Arnfried nach den skurrils-
          ter bringt ein Mann seine Lebenserfahrung                            ten Geschichten, die sie hier bisher erlebt
          mit ins Spiel und sagt eine Niederlage gegen                         haben? Stille. „Boah, keine Ahnung“, sagt
          Aue voraus. Seine Aussage beruht auf „50                             Thomas, der extra aus Marl gekommen ist,
          Jahren beim RWE“ und unterschiedlichs-                               um mit seinem Bruder zum Spiel zu gehen.
          ten Ereignissen, die sich zu wiederholen                             Der sagt uns: „Hier triffst du dich, um über
          scheinen. Um ehrlich zu sein, ist es schwer,                         Fußball zu quatschen, Bier zu trinken, ’ne
          der Konversation so richtig zu folgen. Doch                          gute Zeit zu haben und danach zum Spiel
          genau das macht diesen Ort ja so herrlich                            zu gehen. Das machen wir seit etlichen Jah-
          authentisch und schön. Hier hat jeder eine                           ren so. Das ist Tradition.“ Arnfried, dessen
          Meinung, hier bringt sich jeder ein, und am                          Sohn nach kurzer Zeit zu den Herren stößt,
          Ende zählt nur der Sieg. Und danach gibbet   Wie viele Kästen Bier hier pro Spieltag   geht  schon  sein  ganzes  Leben  zum  RWE.
          Pils. Auch nach einer Niederlage natürlich,   durchs Fenster gehen, bleibt ein streng   „Beim Aufstieg in die dritte Liga und nach
          da ist man nicht so.              gehütetes Geheimnis.               dem Sieg gegen Leverkusen im Pokal, da ha-
          Das Hafenstübchen ist das Ruhrgebiet unter                           ben wir hier die Hütte abgerissen. Aber an-
          dem Brennglas. Hier trifft der Staplerfahrer   aus dem Hafenstübchen fliegt raus, wer   sonsten läuft das immer ganz ruhig ab.“ Das
          auf den Doktor, der Elektromonteur auf den   über  die  Stränge  schlägt,  wird uns schnell   Hafenstübchen, ein herrlicher Ort, an dem
          Vorstandschef, und der Ur-Essener auf den   erklärt. Ganz egal, ob VIP oder Stehplatz-  nicht zählt, wer du bist, sondern nur, was du
          Zugezogenen. Wichtig sind die Vereinsfar-  Fan. Doch das ist die absolute Ausnahme,   tust. Und am Spieltag ist das am besten: Bier
          ben, und „dass man sich benimmt“. Denn   wird  uns  versichert.  Das merkt man auch.   holen!










                            DRK-Kreisverband
                            Essen e. V.


















                                                                                                  Wir können

             Hausnotruf:                                                                         auch blendende
                                                                                                  Jobs in einem
             Sicherheit Zuhause                                                                 phantastischen Team.

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