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SPORT











































          Ein bunt gemischter Haufen bildet aktuell die U10–U14 im Mädchenbasketball
          bei den ETB Miners Essen. Statt sportlicher Höchstleistung geht es hier vor
          allem um Spaß!



          Ganz klar, sie ist das neue Aushängeschild des Mädchenbasket-
          balls bei den ETB Miners: 3x3-Olympiasiegerin Sonja Greina-
          cher. Doch die wahren Stars sind die Mädchen, die gerade den
          Nachwuchs bei den ETB Miners bilden – Mädchen der Alters-
          klassen U10 bis U14, die zum größten Teil erst an den Basketball
          herangeführt werden. Mädchen, die ihre ersten Körbe werfen,                           derjenige, der im-
          dribbeln lernen und noch wenig mit Taktik und spielerischer                           mer für die Mäd-
          Raffinesse zu tun haben. Doch darum geht es nicht, sagt uns                           chen da ist, der mit
          Sonja, als wir sie und ihren Co-Trainer Homam Al-Jaloud beim                          ihnen zu den Spie-
          Training besuchen: „17 Jahre gab es keinen Mädchenbasketball                          len fährt und die
          beim ETB. Hier geht es nicht darum, die Stars von morgen zu                           AGs an den Schulen
          finden. Mir hat der Basketball so viel gegeben im Leben, wenn   Spielen auf dem halben Feld – die Mäd-  leitet. Die Zeit habe
          ich diese Liebe für den Sport weitergeben kann, macht mich das   chen der ETB Miners.  ich leider gar nicht.“
          glücklich.“ Und Homam ergänzt: „Viele Kinder haben keinerlei                          Und genau das ist
          Erfahrung. Unsere Aufgabe ist es, ihnen den Spaß am Spiel zu ver-  Mannschaftssport,  es  geht  nur  zusammen.  So  sieht  es  auch  Ho-
          mitteln. Es geht noch lange nicht darum, Spiele zu gewinnen. Das   mam Al-Jaloud, der eigentlich aus Syrien stammt, in Münster Phar-
          müssen wir auch den Eltern vermitteln.“ Doch ambitionslos sind die   mazie studiert und sich seit sechs Jahren ehrenamtlich beim ETB
          Mädchen nicht. Leni ist zum Beispiel durch ihren Vater zum Bas-  engagiert: „Die Zusammenarbeit mit Sonja macht super viel Spaß.
          ketball gekommen und hat schon große Träume: „Wenn ich groß   Ich kann viel von ihr lernen. Aber wir stemmen das hier alles zu-
          bin, möchte ich in der Nationalmannschaft spielen, so wie Sonja.“   sammen und stimmen uns vor jedem Training kurz über die Inhalte
          Und auch Aela schaut auf zu ihrem 1,90 Meter großen Idol: „Von   ab. Am spannendsten ist es für uns, sich immer wieder neu auf die
          Sonja trainiert zu werden ist richtig cool.“ Und während wir so über   Mädchen und ihre Entwicklung einzustimmen.“ Dass das eine Her-
          das Training sprechen, kommt unter den Mädchen eine Diskussion   ausforderung ist, merken wir schnell, als wir das Training begleiten.
          auf. Liyah: „Sonja ist aber ab und zu streng.“ Empörung macht sich   Alle Mannschaften trainieren noch zusammen, und so unterschied-
          bei ihren Teamkameradinnen breit: „Überhaupt nicht!“ Liyah wirkt   lich wie die Jahrgänge, sind auch die individuellen Fähigkeiten.
          unsicher: „Also so ein bisschen streng. Ab und zu. Vielleicht so zwei     Doch der Anfang ist gemacht, und man sieht den Mädchen an, wie-
          von zehn auf einer Skala.“ Alle lachen! Doch auch wenn Sonja das   viel Spaß sie beim Training haben – darauf kommt es schließlich an!
          prominente Zugpferd des neuen ETB-Mädchenbasketballs ist, sagt   Infos zu Training und Verein:
          sie selbst: „Alleine kriege ich das überhaupt nicht hin. Homam ist   etb-basketball.de | probetraining@etb-basketball.eu


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